Maldingen
Hier zu leben, das ist es uns wert!

Wanderung “Grenzstein 89 - Entenvenn“ - 7 km

Die Wanderung startet an der Kirche in Maldingen im Rossbachweg. Halten Sie sich rechts und folgen Sie dem Rossbachweg. Die Wanderroute ist mit einem orangen Pfeil markiert. Sie erreichen eine Brücke, die den Bahnschacht der ehemaligen Eisenbahnlinie “St. Vith – Gouvy“ überquert. Nach der Brücke rechts abbiegen und dann nach etwa 60m sich links auf dem geteerten Weg halten. Im Tal angekommen, führt der Weg über 2 Bäche, die Teil der “Braunlaufer Quellen“ sind.

Die Braunlauf wird im späteren Verlauf zu einem kleinen Fluss, der ab dem Dorf Braunlauf in Richtung Neubrück, Galhausen, Neidingen fließt und dann bei Steinebrück an der deutsch-belgischen Grenze in die Our mündet. Links der Route erkennen Sie ein Naturschutzgebiet. Die Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet werden von der Umweltorganisation „Natagora“ durchgeführt.

Alsbald treffen Sie auf eine Weggabelung. Hier halten Sie sich links. Folgen Sie der mit dem orangen Pfeil markierten Wanderroute. Der fest ausgebaute Wanderweg führt entlang des Waldes, der rechts des Weges liegt. Nach etwa 2,4 km stoßen Sie auf eine Kreuzung. Hier biegen Sie links ab und folgen dem mit dem orangen Pfeil markierten Weg. Sie durchwandern jetzt auf einem Wald- und Feldweg ein Waldgebiet. Ab der letzten Kreuzung nach ca. 300 m erkennen Sie rechts des Weges ein mit einem Holzgitter eingezäuntes Kreuz. Es wurde zu Ehren eines Maldinger Bürgers, Johann Lenges, errichtet, der am 5.12.2003 während der Waldarbeit von einem Unwohlsein befallen wurde und hier verstarb.

Ab dem Kreuz nach etwa 200 m biegen Sie links in einen Waldweg ein. Nach etwa 1,1 km verlassen Sie das Waldgebiet und treffen auf eine Hecken- und Wiesenlandschaft. Links in der Ferne erblicken Sie das Dorf Maldingen.

Halten Sie sich immer rechts. Alsbald endet der Feldweg und Sie biegen rechts ab. Folgen Sie dem orangen Pfeil. Nach etwa 350 m auf leicht ansteigendem Weg, halten Sie sich links. Auf der Anhöhe angekommen entdecken Sie rechts des Wanderweges den Grenzstein 89.

Nach den französischen Kriegsfeldzügen, der Niederlage und der Verbannung Napoleons auf die Insel Elba wurde auf dem im September 1814 einberufenen Wiener Kongress eine neue dauerhafte europäische Nachkriegsordnung festgelegt. Der Kongress kam am 9. Juni 1815 zum Abschluss. 9 Tage später, am 18.Juni 1815, wurde Napoleon, der am 1. März 1815 aus dem Exil nach Frankreich zurückkehrte, zum zweiten Mal - und diesmal endgültig - in Waterloo geschlagen. Im Zuge der Neuordnung Europas wurde mit der Gründung des Königreiches der Vereinigten Niederlande eine Pufferzone zu den beiden verfeindeten Staaten Preußen und Frankreich gebildet. Zu den Niederlanden gehörte auch das ehemalige Fürstbistum Lüttich und der westliche Teil der Fürstabtei Stavelot-Malmedy. So entstand eine Grenze zwischen Preußen und den Niederlanden, die von Schengen (Süd-Luxemburg) bis Mook (in der Nähe von Nimwegen in den Niederlanden) führte. 1830 erklärten sich nach einem kurzen Aufstand die südlichen Provinzen der Niederlande unabhängig. Es entstand das Königreich Belgien und somit eine belgisch-preußische Grenze. 1865 wurden die sechseckigen, nummerierten Steinsäulen aufgestellt, die auf den sich gegenüberliegenden Seiten die Buchstaben P (Preußen) und B (Belgien) tragen. Die Grenzsteine ragen 1,70 m aus dem Boden. Nach der Niederlage Deutschlands im 1. Weltkrieg wurde 1919 im Versailler Vertrag festgelegt, dass die Kantone Eupen und Malmedy nicht mehr Preußen, sondern nunmehr Belgien angehören. Daraufhin verlor die alte Grenze ihre internationale Bedeutung.

Ab dem Grenzstein folgen Sie weiter dem Weg. Nach etwa 400 m biegen Sie links ab. Folgen Sie dem Weg, bis Sie auf einen weiteren Weg stoßen. Dort rechts abbiegen. Folgen Sie dem mit dem orangen Pfeil markierten Weg. Nach etwa 2,5 km treffen Sie wieder auf die rechts liegende Brücke, die über den Bahnschacht läuft. Über die Brücke führt die Route zur Kirche bzw. zum Vereinshaus, an den Ausgangspunkt der Wanderung.